Gefühle verstehen, bewusst atmen, neue Schritte gehen

Manchmal fühlt sich der Alltag an wie ein Fluss voller Hindernisse: Gedanken kreisen, der Körper spannt sich an und der nächste Schritt bleibt unklar. Diese drei Bilder laden dich ein, dein Erleben besser zu verstehen, eine kleine Veränderung auszuprobieren und bewusster zu entscheiden.

Ich bin Heiko Gärtner. Mit der Waterfall Journey begleite ich Menschen bei Selbsterkenntnis, Orientierung und persönlicher Lebensgestaltung – besonders in herausfordernden Lebensphasen. Du musst dafür weder ständig positiv sein noch deine Gefühle wegdrücken.

1. Gefühle verstehen: eine Landkarte, kein Messgerät

Hawkins-Skala von Scham bis Erleuchtung mit farbigen Modellwerten; keine gemessenen Hertz-Frequenzen.
Zum Vergrößern auf das Bild klicken. Die wichtigsten Inhalte findest du auch als lesbaren Text auf dieser Seite.

David R. Hawkins ordnete Gefühlen und Bewusstseinszuständen Zahlen zu: beispielsweise Angst 100, Mut 200 und Liebe 500. Nach Angaben seines Verlags beruhen diese Zuordnungen auf Muskeltests. Er beschrieb die Skala als logarithmisch. Das erklärt die Absicht seines Modells, liefert aber keinen wissenschaftlichen Nachweis für die konkreten Zahlen.

Die Werte sind keine gemessenen Frequenzen in Hertz. Das Bild dient hier als spirituelle Anregung zur Selbstreflexion. Die Farben bewerten weder deinen Wert als Mensch noch deinen Gesundheitszustand. Angst, Trauer und Wut dürfen da sein und können wichtige Hinweise geben. Die im Bild genannten belastenden Zustände sind Beispiele, keine allgemeingültige Dreiergruppe.

Frage dich: „Was empfinde ich gerade – und was brauche ich jetzt?“ Schon das Benennen kann der erste Schritt zu einem bewussteren Umgang sein. Originalbeschreibung des Hawkins-Modells.

2. Zusammenhänge erkennen – und selbst etwas ausprobieren

Atmung, Bewegung, Musik, Lachen, Meditation und Dankbarkeit: verständliche Einordnung körperlicher und psychologischer Zusammenhänge.
Zum Vergrößern auf das Bild klicken. Die wichtigsten Inhalte findest du auch als lesbaren Text auf dieser Seite.

Dein Gehirn bewertet Erlebnisse. Über Nervensignale und Hormone beeinflusst es unter anderem Herzschlag, Atmung und Muskelspannung. Umgekehrt erreichen Signale aus dem Körper das Gehirn und beeinflussen dein Erleben. So entsteht ein wechselseitiger Austausch, kein einfaches Ein-Aus-System.

Bei Stress kann der Sympathikus eine schnelle Alarmreaktion auslösen. Über eine weitere Signalkette können Hypothalamus, Hypophyse und Nebennierenrinde die Cortisolausschüttung beeinflussen. Botenstoffe treffen auf Rezeptoren und verändern Zellaktivität. Hintergrund zur Stressphysiologie.

Atmung: Langsames, angenehmes Atmen kann die Herz-Atem-Regulation beeinflussen. Studien zeigen Veränderungen der Herzratenvariabilität und berichten teilweise Entspannungseffekte. Bei sechs Atemzügen pro Minute beträgt die Atemfrequenz 0,1 Hertz: Hier kann gerade eine niedrigere Frequenz hilfreich sein. Zaccaro et al., 2018.

Musik und Lachen: Angenehme Musik kann das Belohnungssystem ansprechen; die Beteiligung von Dopamin wurde experimentell untersucht. Eine kleine PET-Studie zeigte die Freisetzung körpereigener Opioide nach gemeinsamem Lachen. Diese Befunde belegen keine universelle „Glücksfrequenz“. Ferreri et al., 2019; Manninen et al., 2017.

Bewegung, Tanz, Meditation und Dankbarkeit können weitere persönliche Zugänge sein. Welche Aktivität dir guttut, hängt auch von deiner Situation, deinen Vorlieben und deinen Belastungsgrenzen ab. „Schwingung erhöhen“ verwenden wir dabei als Bild für einen wohltuenden Wandel, nicht als chemischen Messwert.

Dein kleiner Versuch

Wähle heute eine gut machbare Aktivität: ein Lieblingslied hören, einen kurzen Spaziergang machen oder einen Moment bewusster atmen. Nimm vorher und nachher wahr: Wie angespannt fühle ich mich? Was hat sich verändert? Auch „noch nichts“ ist eine gültige Beobachtung.

3. Bewusstheitsatmung: im Hier und Jetzt wählen

Fünf Schritte der Bewusstheitsatmung: ankommen, atmen, wahrnehmen, wählen, handeln und wiederholen.
Zum Vergrößern auf das Bild klicken. Die wichtigsten Inhalte findest du auch als lesbaren Text auf dieser Seite.

Der Atem kann ein Anker sein. Der entscheidende Schritt ist, dein gegenwärtiges Erleben wahrzunehmen, bevor du automatisch reagierst. Du musst die Vergangenheit nicht verleugnen und darfst die Zukunft planen. Geübt wird die Rückkehr zu dem Moment, in dem du gerade handeln kannst.

Fünf Schritte für deinen Alltag

1. Ankommen: Spüre deine Füße und nimm drei Dinge in deiner Umgebung wahr.
2. Atmen: Lass den Atem angenehm fließen. Nichts erzwingen und nicht die Luft anhalten.
3. Wahrnehmen: Benenne freundlich, was da ist: „Da ist Anspannung.“
4. Wählen: Frage dich: „Was ist mir wichtig? Was wäre jetzt ein hilfreicher nächster Schritt?“
5. Handeln und wiederholen: Setze einen kleinen Schritt um. Übe die Pause auch in ruhigen Momenten.

Ein Beispiel: Jemand kritisiert dich. Du bemerkst, wie du dich anspannst und sofort antworten möchtest. Du hältst kurz inne und fragst nach, was genau gemeint ist. So erprobst du eine andere Reaktion. Du kannst das Verhalten anderer nicht steuern, aber deine eigene Antwort mitgestalten.

Beim Lernen kann sich die Stärke von Verbindungen zwischen Nervenzellen verändern. Wiederholte neue Erfahrungen können Lernen unterstützen. Daraus folgt kein Versprechen, dass jeder Atemzug neue Gehirnstrukturen erzeugt oder alte Erinnerungen löscht. Zwei randomisierte Studien fanden nach acht Wochen Achtsamkeitstraining keine entsprechenden strukturellen Hirnveränderungen. Kral et al., 2022.

Diese Alltagsübung ist durch Präsenzarbeit und bewusste Atmung inspiriert, auch durch Impulse von Brian D. Ridgway. Sie ist kein Originalprotokoll von Level 5 Mentoring. Forschung zu Achtsamkeit bestätigt nicht automatisch die Wirksamkeit eines bestimmten Mentoring-Programms. Erlernte körperliche Anspannung bedeutet außerdem nicht, dass autobiografische Erinnerungen im Muskelgewebe gespeichert sind.

Bei Unwohlsein atme normal weiter, richte deine Aufmerksamkeit auf die Umgebung und beende die Übung. Die Inhalte dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Einordnung von Achtsamkeit und möglichen Risiken.

Aus einem Impuls darf eine neue Gewohnheit werden

Wenn du diese Fragen mit Begleitung vertiefen möchtest, lerne „Find your Flow“ kennen. Im Mittelpunkt stehen Selbstreflexion, bewusste Entscheidungen und die Übertragung neuer Routinen in deinen Alltag. Prüfe auf der Programmseite, ob Inhalte und Rahmen zu deiner Situation passen.

Mehr über meinen Weg und meine Arbeit erfährst du in meiner persönlichen Vorstellung.

Heiko Gärtner
Mentor für Krebspatienten
  • Presse: Über 450 Presseveröffentlichungen in Magazinen & Onlineportalen
  • Awards: Best Mentorship Program 2025 (Germany); Best Cancer App 2026 (Germany)
  • Website: https://heiko-gaertner.com

Wichtiger Gesundheitshinweis:
Die Angebote von Heiko Gärtner, Mentor für Krebspatienten, insbesondere im Rahmen von Waterfall Journey, Quelle des Lebens, Find your Flow und FlowSwitch, dienen ausschließlich der allgemeinen Information, Orientierung, Selbsterkenntnis und persönlichen Begleitung. Sie ersetzen keine ärztliche, psychotherapeutische oder heilpraktische Diagnose, Beratung oder Behandlung. Es werden keine Heilversprechen abgegeben und keine medizinischen Therapien empfohlen, durchgeführt oder ersetzt. Bitte stimme gesundheitliche Entscheidungen, insbesondere bei Krebs, Medikamenten, laufenden Behandlungen oder psychischen Beschwerden, immer mit qualifizierten medizinischen Fachpersonen ab. In Notfällen: 112, bei dringender medizinischer Hilfe außerhalb der Sprechzeiten: 116117.