Manchmal kommt ein Mensch daher wie ein Bach in der Wüste:
klar, einfach, erfrischend – und plötzlich erinnert er dich an etwas, das du längst wusstest, aber vergessen hast.
Barbara O’Neill wirkt im Interview genau so. Sie spricht über Wasser, Schlaf, Luft, Bewegung, echte Nahrung, Schimmel, Stress. Über den Körper als Heiler – nicht als Maschine, die man mit Tabletten „überstimmt“.
Und gleichzeitig ist sie eine Person, bei der man den Kompass nie aus der Hand geben darf.
Denn in Australien wurde sie durch die zuständige Beschwerde-/Aufsichtsbehörde permanent untersagt, Gesundheitsdienstleistungen oder Gesundheitsbildung anzubieten – ausdrücklich wegen „dubioser und gefährlicher Gesundheitsbehauptungen“ u. a. zu Krebs, Impfungen, Antibiotika und Säuglingsernährung.
Das ist für mich der richtige Rahmen für diesen Blogartikel:
Inspiration: ja.
Idol: nein.
Und bei Krebs: immer mit Geländer.

Das Wertvolle aus dem Interview: Der Körper will nicht kämpfen – er will Bedingungen
Barbara sagt sinngemäß: Wenn der Körper krank wird, ist das oft ein Signal: „Hilf mir – nicht mit Gewalt, sondern mit Bedingungen.“
Und da trifft sie einen Nerv, den viele austherapierte Menschen kennen:
Du bist müde vom Kampf.
Müde vom „Noch eine Runde“.
Müde von „Wir probieren’s halt“.
Und dann kommt eine Stimme, die sagt:
„Geh früher schlafen. Trink Wasser. Geh raus. Iss einfacher.“
Das klingt banal – ist aber oft der erste Stein, der aus dem Flussbett gezogen wird, damit wieder Strömung entsteht.
Was daran stark ist:
- Schlaf als Heilraum (ihr „Nature’s operating table“)
- Wasser + Rhythmus statt „Perfektion“
- Wohnumfeld als Gesundheitsfaktor (Schimmel/Feuchte/Luft)
- weniger Industrie, mehr Natur
- Selbstbeobachtung: „Dein Körper sagt dir, was geht.“
Das deckt sich in vielen Punkten mit deinem Werkzeugkasten – nur dass du es systemischer machst: Körper, Geist, Seele und Ursachenlogik statt Dogma.
Die Leitplanken: Wo Inspiration gefährlich wird (und warum ich das offen sage)
Barbara ist nicht nur „Basics“. In der öffentlichen Kritik ging es u. a. darum, dass sie Krebspatienten von Chemo abgeraten und Natron/Bikarbonat als „Krebsheilung“ dargestellt habe.
Hier ist mein Standpunkt (Waterfall-klar, ohne Drama):
- Basics können tragen.
- Sie dürfen aber nicht dazu führen, dass Menschen wirksame Krebstherapien aus Angst oder Hoffnung wegwerfen.
Gerade bei „austherapiert“ ist das heikel:
Da ist die Versuchung groß, dem nächsten Rettungsboot hinterherzuspringen – selbst wenn es nur ein bemalter Holzsplitter ist.
Mein Geländer lautet daher:
Alles, was du tust, muss entweder Nutzen bringen – oder mindestens keinen Schaden anrichten.
Und bei allem, was Blutwerte, Gewicht, Elektrolyte, Leber/Niere betrifft, gilt: doppelt prüfen.
Ein gutes Beispiel ist Fasten:
Als Werkzeug kann es sinnvoll sein – aber während Krebstherapien kann Fasten auch Malnutrition/ungewollten Gewichtsverlust fördern, was Kraft und Heilung bremst.
Darum: Fasten ja – aber nicht blind, sondern passend zur Phase.
Krebs-Fokus: Ein Ansatz, drei Flussläufe (Therapie, Remission, austherapiert)
Damit du „eins in allen Bereichen“ sauber abgedeckt hast:
A) Während aktiver Therapie
Ziel: Therapie tragfähig machen
- Schlaf stabilisieren (Qualität > Quantität)
- Essen so bauen, dass Gewicht/Kraft nicht wegbrechen (hier ist „zu hartes Fasten“ oft kontra)
- Nervensystem beruhigen (Atmung, Routine, Reizreduktion)
B) Remission / Aufbau
Ziel: Resilienz + Rückfallrisiken im System reduzieren
- Bewegung, echte Nahrung, Stressarbeit
- Wohnumfeld prüfen (Schimmel/Feuchte)
- Schlaf als Fundament: „Energie am Tag“ wird wieder messbar
C) Austherapiert
Ziel: Lebensqualität, Würde, klare Entscheidungen
- Keine Heldenreisen. Keine Dogmen.
- Kleine Hebel, die täglich tragen: Schlaf, Atem, Wärme, Licht, Natur, Beziehung, Sinn.
- Und: Ursachen sauber sortieren, damit du nicht im Nebel nach jedem Strohhalm greifst.

Der große Unterschied: Strahlungsfreies Schlafen
Barbara spricht viel über Schlaf – du gehst tiefer: Schlafplatz = Systemzustand.
Viele Menschen schlafen nicht „schlecht“, weil sie zu wenig Disziplin haben.
Sie schlafen schlecht, weil ihr Schlafzimmer wie ein Technik-Marktplatz wirkt:
WLAN, DECT-Telefon, Handy am Kopfkissen, Bluetooth, Smart-Geräte, Standby-Felder, Ladegeräte, Trafos.
Jetzt das Wichtige:
Selbst das Bundesamt für Strahlenschutz betont, dass nach bisherigen Daten keine klaren gesundheitlichen Gefahren durch Smartphone-Strahlung belegt sind – gibt aber Vorsorge-Tipps, um Exposition zu reduzieren (Abstand, kürzer, nicht am Körper, etc.).
Und genau hier liegt dein Waterfall-Ansatz:
Du brauchst keinen Glaubenskrieg. Du brauchst Pragmatismus.
Strahlungsfreies Schlafen ist für mich kein „Beweis-Theater“.
Es ist eine risikoarme Optimierung an dem Ort, an dem der Körper repariert.
Dein Schlafplatz-Reset (praktisch, ohne Esoterik-Overkill)
- Handy raus aus dem Schlafzimmer (oder Flugmodus + weg vom Bett; kein Laden am Bett)
- WLAN nachts aus (Zeitschaltuhr ist oft die simpelste Lösung)
- DECT-Telefon nicht neben dem Bett (Basisstation weit weg)
- Kabel & Ladegeräte weg vom Kopfbereich, Mehrfachsteckdosen nicht ans Kopfende
- Dunkelheit, Kühlung, Ruhe: Schlafzimmer = Höhle, nicht Wohnzimmer
- Optional (wenn du’s konsequent machen willst): Schlafplatz-Check (wie du ihn als Geobiologe denkst: Quellen, Störfelder, Geräte, Materialien, Lage)
Warum das gerade bei Krebs relevant ist:
Weil Schlaf nicht nur „Erholung“ ist. Schlaf ist der Zeitpunkt, an dem der Körper Prioritäten neu verteilt.
Und viele austherapierte Menschen berichten: Wenn der Schlaf besser wird, werden Entscheidungen klarer. Angst leiser. Schmerz besser handelbar. Tag wieder bewohnbar.
Meine Waterfall-Frage dazu:
👉 Wenn dein Körper nachts nicht „in die Tiefe“ kommt – was genau zieht ihn immer wieder an die Oberfläche? Licht? Gedanken? Strahlung? Luft? Angst?
Was ich aus Barbara nehme – und in deinen Werkzeugkasten übersetze
Barbara erinnert an Basics. Du machst daraus ein System.
Dein Kern-Dreiklang (Waterfall Journey):
- Atmung (Nervensystem, Angst, Enge → wieder Raum)
- Schlaf (durchschlafen als messbares Ziel – plus so strahlungsfrei wie möglich)
- Ursachenlogik (nicht „noch ein Mittel“, sondern „welcher Stein blockiert den Fluss?“)
Und genau da kommt dein stärkster Unterschied ins Spiel:
📦 KI-gestützte Ursachenforschung (30 Fragen → Klarheit statt Chaos)
Wenn du spürst, dass du seit Monaten nur noch Symptome jonglierst, dann drehen wir das Spiel um:
Nicht „Was hilft noch?“ – sondern: „Warum ist das System überhaupt gekippt?“
So läuft deine Ursachenforschung:
- 30 Fragen (Timeline, Belastungen, Schlaf, Stress, Ernährung, Umfeld)
- daraus: sinnvolle Blut-/Befund-Struktur statt Labor-Zufallsfeuerwerk
- Aufbau über deine drei Ursachenforschungs-Bücher: Ordnung → Schlaf stabilisieren → nächste Schritte
Schlussbild
Barbara O’Neill ist für viele wie ein Ruf zurück in den Wald:
„Wasser. Schlaf. Luft. Einfachheit.“
Du bist der, der daraus eine Wegkarte macht:
mit Geländern, mit Ursachenlogik, mit strahlungsfreiem Schlaf als echtem Unterscheidungsmerkmal – und mit der Haltung:
Der Mensch ist mehr als sein Tumor.
Aber er ist auch mehr als ein Versprechen.
Drei kurze Reflexionsfragen (für den Leser – sehr stark bei austherapiert)
- Was ist der eine Faktor, der meinen Schlaf am zuverlässigsten zerstört?
- Welche „Heilsache“ habe ich zuletzt ausprobiert, ohne vorher die Ursache zu verstehen?
- Wenn mein Körper sprechen würde: Würde er „mehr Druck“ sagen – oder „bessere Bedingungen“?
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