Die Zeit ist reif für …Transformation

Die Zeit ist reif für …Transformation

Die Zeit ist reif für Veränderungen, für Entscheidungen, für neue Ausrichtungen, sei es im privaten Leben, in der Wirtschaft, unserer Kultur oder der Politik. Es gibt viele Menschen, die sich darüber schon mal Gedanken gemacht haben. Und vor Kurzem habe ich in der DM einen schönen Beitrag dazu gefunden, der Menschen befragt hat, wofür die Zeit denn wirklich reif ist, welche Erfindungen sind möglicherweise notwendig oder welche Innovationen benötigen jetzt Raum. Und ich möchte gern einige davon hier exemplarisch mitteilen.

Ansonsten empfehle ich, dir das Alverde-Magazin zu besorgen, in dem 40 Persönlichkeiten dieses beantwortet haben.

Frank-Jürgen Weise, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit sagte auf diese Frage hin:

„Ein Aufbrechen von Denkmustern für berufliche Laufbahnen. Wir sollten weniger auf formale Qualifikation und Abschlüsse achten, sondern mehr darauf, was ein Mensch für Talente und Fähigkeiten mitbringt.“

Ich finde, Frank-Jürgen Weise hat hier etwas sehr Weises von sich gegeben, was auch seinem Namen gerecht wird. Ich bin sehr dafür, dass wir die Menschen nicht nach dem – ja, von uns gearteten – Lernsystem beurteilen lassen, sondern mehr nach dem, was die persönlichen Gaben sind und wo das persönliche Herz ist. Viele, gerade junge Menschen, haben ein so unglaublich breites Spektrum an Fähigkeiten, die nicht in der Schule gelehrt werden. Und dennoch sind sie vorhanden.

Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes sagte auf die Frage:

„Die Umsetzung der Rechte der Kinder in Deutschland.“

Diesem stimme ich zu 100% zu. Teilweise komme ich mir vor, als ob die Kinder in Deutschland nur noch zu einem Beiwerk geraten, zu einem Schmuck, zu einem – ja – Statussymbol. Wenn man sich anschaut, wie viele Kinder teilweise keine vernünftige Erziehung erhalten, wie sie teilweise behandelt werden, dann ist das schon erschreckend. Und wenn Du Dir dann ansiehst, welche Möglichkeiten diese Kinder haben, ihr Recht auf persönliche Entfaltung, auf Spaß/Spiel und auf Lernen umzusetzen, dann kann einem manchmal schon ganz anders werden. Und dabei ist Deutschland mit Sicherheit ein Land, wo Kinderrechte noch am besten geschützt werden.

Prof. Dr. Wolff Schmiegel, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft sagte auf diese Frage:

„Als medizinische Fachgesellschaft liegt uns eine hohe Qualität in der Versorgung von Krebspatienten besonders am Herzen. … Ein neues, jüngst verabschiedetes Gesetz schafft die Grundlage für die Durchführung organisierter Krebsfrüherkennungsprogramme und regelt den flächendeckenden Aufbau klinischer Krebsregister.“

Ehrlich gesagt bin ich über diese Aussagen von Herrn Prof. Dr. Schmiegel empört. Als medizinische Fachgesellschaft liegt uns eine hohe Qualität in der Versorgung von Krebspatienten besonders am Herzen, hört sich für mich an wie ein Bestätigen dessen, worin unser Gesundheits- oder Krankheitssystem mündet, nämlich nur in der Möglichkeit, Krebspatienten zu versorgen, anstelle Krebs überhaupt erst gar nicht entstehen zu lassen. Krebs wird weder durch Chemotherapie, noch durch Strahlentherapie geheilt. Krebs ist etwas, was tagtäglich in uns existiert und von unserem Immunsystem ohne Probleme in den Griff zu bekommen ist. Und doch wird da draußen so viel über Behandlungsformen, Forschung gesprochen, dass einem manchmal angst und bange wird, und man denkt, dass damit unglaublich viel Geld verdient werden muss. Und wenn man sich die internen Aussagen von Apothekern oder Ärzten anschaut, dann ist Krebs ein verdammt gutes Geschäft und die Aussagen des Prof. Schmiegels passen hier eigentlich perfekt hinein. Für mich ein Synonym dafür, dass ein Umdenken in unserer heutigen Zeit dringend notwendig ist.

Hannes Jaenicke, Schauspieler und Umweltaktivist beschrieb relativ einfach unser aller Umdenken getreu dem kurzen englischen Satz

„Caring is sharing“ und für einen etwas sanfteren Umgang mit unserem Planeten wäre die Zeit reif.

Man sieht, dass Menschen, die auch querdenken, hier durchaus tolle Ansätze haben. Und dass unser Planet dringendst einen sanfteren Umgang durch uns Menschen bedarf, das steht außer Frage.

Cornelia Funke, Kinder- und Jugendbuchautorin schrieb:

„Schulen, die Lust auf das Abenteuer Zukunft machen und Kinder als das Wunder wahrnehmen, das sie sind, statt ihnen die Flügel zu stutzen.“

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Olaf Tschimpke, Präsident des Naturschutzbundes Deutschland e. V. (NABU) schrieb:

„Veränderungen unseres Konsumverhaltens und des Bewusstseins für unsere Umwelt. Natürliche Ressourcen wie Wasser, Boden, Luft, Rohstoffe oder auch die Artenvielfalt sind die Lebensgrundlagen auf unserem Planeten. Um ihn nicht zu überlasten, müssen wir den Ressourcenverbrauch senken und nachhaltig wirtschaften.“

Auch, wenn dies nur ein Teil dessen war, was er da schrieb und sagte, so kann man diesem doch nur zustimmen. Gerade eben wurde in Ecuador beschlossen, dass eines der schönsten Naturreservate, einer der wundervollsten Regenwälder und Tierregionen unseres Planeten für Ölförderung freigegeben werden soll, nur, weil die internationalen Staaten nicht in der Lage waren, einen Betrag von 3,6 Milliarden Euro aufzubringen. Das lässt doch schon ganz schön tief blicken. Das macht mich traurig und wütend zugleich. Dieses ungeheure Machtbewusstsein und die Gier nach Mehr lässt einen der wunderschönsten Orte auf unserem Planeten und einer der artenreichsten Orte möglicherweise durch Ölförderung zukünftig in etwas sich verwandeln, was ich mir gar nicht vorstellen möchte. Insofern bekommt die Aussage von Olaf Tschimpke doch noch mal ein ganz anderes Gewicht.

Dr. Eckart von Hirschhausen, Kabarettist, Schriftsteller und Arzt schrieb:

„Eine Medizin mit mehr Menschlichkeit: Singen, Lachen und Zuhören. Deshalb freue ich mich so darüber, dass DM die Stiftung Humor hilft, unterstützt.“

Auf der einen Seite sieht man, wie Firmen – in dem Fall DM – alles dafür tun, die Menschlichkeit in den Vordergrund zu stellen und durch die grundsätzlichen schönen Dinge des Lebens etwas zu bewegen im Leben vieler Menschen. Auf der anderen Seite gibt es viele Unternehmer und Unternehmen, die Raubbau betreiben an den Ressourcen der Menschen, der Umwelt und an sich selbst. Insofern ist das, was Dr. Eckart von Hirschhausen hier sagt, unglaublich schön. Und ich unterschreibe das eins zu eins. Singen, Lachen, Zuhören. Ich ergänze: Tanzen. Würden die Medizin des neuen Jahrtausends komplett revolutionieren.

Kirsten Erhardt, Vorsitzende der Elterninitiative Rhein-Neckar, gemeinsam leben – gemeinsam lernen e. V. Walldorf:

„Eine inklusive Gesellschaft! Das ist keine Gesellschaft, in der ein paar Behinderte mit dabei sein dürfen, sondern eine Gesellschaft, die sich zur Vielfalt bekennt, in der es normal ist, verschieden zu sein. Nicht so schnell wie viele, nicht so klug wie manche, nicht so schön wie andere – und in der gerade deswegen jeder als ein wichtiger Teil des Ganzen geschätzt wird. In einer solchen Gesellschaft möchte ich leben – mit meinen beiden Kindern, mit und ohne Behinderung.“

Ich denke, wenn Du diesen Satz oder diese Aussage mal hinterfragst, dann merkst Du, mit wie viel Liebe, mit wie viel Engagement Kirsten Erhardt hier als Vorsitzende des Vereins einen Teil ihres Lebens für Kinder hingibt. Das ist es, worauf es in Zukunft ankommt. Dass mit dem Herzen und mit viel Liebe für jeden Menschen ein Platz geschaffen wird, der von Gott bereits so eingerichtet wurde.

Thomas Jorberg, Vorstandssprecher der GLS-Bank in Bochum schrieb:

„Ein sinnvolles Bankwesen. Immer mehr Menschen ist es wichtig, zu wissen, was mit ihrem Geld geschieht. Sie möchten ein Finanzsystem, das den Menschen dient und nicht eines, das sich selbst bereichert.“

Die GLS-Bank, eine mit Sicherheit zurzeit noch recht rühmliche Ausnahme in dem ganzen Finanzsystem, legt schon seit Jahren offen, wofür man das Geld verwendet. Und als Anleger kann man sogar bestimmen, wo die Erträge hinfließen sollen. Und, dass wir ein sinnvolleres Bankwesen benötigen, das steht absolut außer Frage. Was sich jedoch als Statement dazu in Frage stellen lässt, ist, inwieweit die GLS hier Vorbild sein kann für etwas Neues.

Astrid Rudolph, Stylistin, sagte:

„Ein Umdenken in der Mode! Oft ist weniger mehr! Wenn man weiß, welcher Stil zu einem passt, welche Teile man kombinieren kann, öffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Das Ergebnis wäre für alle von Vorteil: Sie fühlen sich wohl, vermeiden Fehlkäufe und verzichten auf Billig und meist unter fragwürdigen Bedingungen produzierte Massenware.“

Eine sehr interessante Aussage, die Du so sehr selten hörst. Und dennoch: Viele Menschen sind in einem Konsumwahn und kaufen und kaufen und kaufen. Wenn Du weniger kaufen würdest mit einem Blick für mehr Qualität, fällt es Dir leichter, Dich auch darin wohl zu fühlen und Du kannst vor allem, so wie es Astrid Rudolph hier beschreibt, vieles miteinander kombinieren. Und so kannst Du aus wenigen Stücken viele verschiedene Garderoben zusammensetzen. Tolle Aussage!

Dr. Henning Scherf, Präsident des Deutschen Chorverbandes sagte etwas sehr Interessantes:

„Einen großen Aufbruch im Chorsingen. Im 19. Jahrhundert hat Deutschland eine beispiellose Welle von Chorgründungen erlebt. Herrliche Chorsätze sind entstanden. Das ist dann durch zwei Weltkriege und den Missbrauch des Chorsingens durch die Nazis in Vergessenheit geraten. Jetzt geht es wieder los. Es singen die Kleinen und die Alten. Sie singen getrennt und gemeinsam. Und alle strahlen.“

Ja, Singen ist unglaublich schön. Und das Problem ist, dass viele Chöre an dem Älterwerden der meisten Mitglieder zugrunde gehen. Meine Eltern singen seit einigen Jahren in einem Chor, die wirklich tolle Musik haben – nicht unbedingt mein Geschmack –, aber viele Menschen erfreuen sich daran. Und wenn man sich dann das Durchschnittsalter anguckt, dann kann einem schon angst und bang werden um die Chorfamilien hier in Deutschland. Ich würde hinzufügen zu der Aussage von Dr. Henning Scherf, dass Tanzen ebenfalls wieder im Vormarsch ist. Sei es, dass man sich wieder zu lateinamerikanischen Rhythmen wie Salsa, Mambo oder Ähnliches bewegt, dass man den Tango wieder aufs Parkett legt, dass man wieder beginnt, Standard zu tanzen oder – so wie ich es tue – den Boogie-Woogie wieder pflegt, der für pure Lebenslust und Gemeinschaft steht. Hier wird keiner ausgegrenzt, hier tanzt jeder mit jedem. Und hier hat man einfach nur Spaß. Singen und Tanzen gehörten – wie schon Dr. Eckart von Hirschhausen sagte – zur Medizin des Lebens.

Und als letzte Aussage möchte ich gern diese von Susanne Bormann hinzunehmen. Sie ist Schauspielerin und sagte:

„Wenn ich etwas kaufe, investiere ich mein Geld in eine bestimmte Unternehmensstruktur und unterstütze damit die Produktionsbedingungen, unter denen meine Ware hergestellt wurde. Wenn der Preis des Produktes vermeintlich attraktiv ist, bleibt die Frage, ob wir die Herstellungsbedingungen verantworten können. Die Dinge haben nun einmal ihren Preis. Und wenn wir nicht bereit sind, ihn zu zahlen, zahlt ihn jemand anders mit seiner Gesundheit, mit seinem Leben.“

Ich finde, dieser Abschlusssatz von Susanne Bormann zu diesem Themenfeld „Die Zeit ist reif für …?“ zeigt ganz deutlich, wo es hingehen sollte, nämlich zu mehr Wertschätzung, zu mehr Liebe, zu mehr bewussten Entscheidungen. Doch es gibt etwas, was dich daran hindert, eben genau das zu leben. Das ist dein Ego. Denn dein Ego macht dir weis, dass nur Entscheidungen, die zu deinen Gunsten fallen, die richtigen sind.

Ich rufe dir zu:

„Habe den Mut, lebe wieder mehr das Herz, kehre zurück zur Natur, treffe bewusste Entscheidungen und folge dem Beispiel von vielen Menschen, die sich entschieden haben, ihr Leben neu auszurichten.“

Gerne bin ich dir dabei behilflich. Und wenn du Fragen hast, lass es mich wissen. Schaue dir, wenn du magst, die sechs Hauptfehler an, die eine glückliche Persönlichkeit vermeidet, um zu wissen, wie du damit umzugehen hast.

In Harmonie

Heiko Gärtner


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